Zip-Laufwerk HOWTO Thomas King (king@t-king.de), Niels Sren Richthof (niels@richthof.de) v2.1, 26. September 2001 Installation und Konfiguration eines Iomega Zip-Laufwerkes ______________________________________________________________________ Table of Contents 1. Einleitung 1.1 Danksagung 1.2 Copyright 1.3 Neuste Version 2. Das Zip-Laufwerk 2.1 Parallel Port Version 2.2 Externe SCSI Version 2.3 Zip Zoom SCSI-Adapter 2.4 Plus Version 2.5 USB Version 2.6 Interne SCSI Version 2.7 ATAPI Version 2.8 IDE Version 3. Kernelkonfiguration 3.1 SCSI Version (intern, extern) 3.2 Zip Zoom SCSI-Adapter 3.3 Plus Version 3.4 Parallel Port Version 3.5 ATAPI und IDE Version 4. Benutzung des Zip-Laufwerkes 4.1 Identifizierung des Laufwerkes beim Booten 4.1.1 Parallel Port Version / SCSI Version: 4.1.2 ATAPI Version: 4.2 Fdisk, mke2fs, mount, automount, Samba, eject usw. 4.2.1 Eine DOS formatierte Zip-Diskette: 4.2.2 Zip-Diskette mit ext2 formatieren: 4.2.3 automount 4.2.4 Samba-Freigabe 4.2.5 eject 4.3 ZipTool 4.4 Performance 5. FAQ (Frequently asked questions) 6. Weitere Informationsquellen ______________________________________________________________________ 11.. EEiinnlleeiittuunngg Dieses Dokument ist eine Anleitung zur Konfiguration und Nutzung des Zip-Laufwerks von Iomega unter Linux. Das Iomega Zip-Laufwerk ist mittlerweile sehr populr. Dies ist vor allem auf folgende Punkte zurckzufhren: +o Die Wechselmedien (Zip-Disketten) sind nicht viel grer als Standard 3,5" Disketten. +o Die Speicherkapazitt der Wechselmedien (Zip-Disketten) betrgt 96 bzw. 250 Megabyte. +o Laufwerk und Medien sind relativ gnstig in der Anschaffung. +o Durch die geringe Gre der Wechselmedien und des Laufwerkes ist es sehr gut zu transportieren. 11..11.. DDaannkkssaagguunngg Besonders Danken mchte ich an dieser Stelle folgenden Leuten: +o Collin Mulliner - er verwaltete diese HOWTO bis zur Version 1.0 +o Petra Merz - sie gab mir die Ruhe und Kraft diese HOWTO zu schreiben +o Niels Richthof - fr die Erweiterungen von Version 2.0 zu 2.1 +o alle, die mich mit Informationen versorgt haben 11..22.. CCooppyyrriigghhtt Diese Dokument ist urheberrechtlich geschtzt. Das Copyright fr die englische Zip Drive mini-HOWTO, auf der diese Dokument teilweise basiert, liegt bei Kyle Dansie (dansie@ibm.net). Das Copyright fr die deutsche Version liegt bei Thomas King (king@t-king.de). Das Dokument darf gem der General Public License verbreitet werden. Insbesondere bedeutet dieses, da der Text sowohl ber elektronische wie auch physikalische Medien ohne die Zahlung von Lizenzgebhren verbreitet werden darf, solange dieser Copyright Hinweis nicht entfernt wird. Eine kommerzielle Verbreitung ist erlaubt und ausdrcklich erwnscht. Bei einer Publikation in Papierform ist das Deutsche Linux HOWTO Projekt hierber zu informieren. 11..33.. NNeeuussttee VVeerrssiioonn Die neuste Version dieser HOWTO findet man unter http://www.t- king.de/linux/DE-Zip-Laufwerk-HOWTO.html. 22.. DDaass ZZiipp--LLaauuffwweerrkk Es gibt mittlerweile 7 Versionen des Iomega Zip-Laufwerkes. Alle diese Versionen akzeptieren die gleichen Wechselmedien (Zip-Disketten). Das Wechselmedium hat 96 Zylinder mit 2048 Sektoren, von denen jeder 512 Bytes speichern kann. Dies ergibt eine gesamte Speicherkapazitt von 96 Megabyte. Die externen Laufwerke gibt es in diesen Versionen: +o Parallel Port +o SCSI +o Plus +o USB Die internen Laufwerke gibt es in diesen Versionen: +o SCSI +o ATAPI +o IDE Die internen Versionen des Laufwerks knnen in 3,5"- oder 5,25"- Laufwerksschchte eingebaut werden. Die externen Version werden in einem blauen Plastikgehuse mit externer Stromversorgung geliefert. Alle Versionen des Zip-Laufwerkes haben einen Auswurfknopf fr die Wechselmedien auf der Frontseite. Linux sperrt diesen Auswurfknopf wenn das Medium >>gemountet<< ist. Wird der Auswurfknopf gedrckt whrend das Medium >>gemountet<< ist, so wird es erst ausgeworfen wenn das Medium >>ungemountet<< ist. 22..11.. PPaarraalllleell PPoorrtt VVeerrssiioonn Die Parallel Port Version des Zip-Laufwerkes hat zwei DB25 Anschlsse, der mnnliche Anschlu (DB25M) wird an den Parallelport des Computers angeschlossen, der andere (weiblich, DB25F) wird dazu benutzt, einen Drucker durchzuschleifen. Die aktuelle stabile Kernel-Version 2.0.36 untersttzt mittlerweile auch das simultane Benutzen eines Zip-Laufwerkes und eines Druckers am selben Parallelport. Der Treiber, der bei der Kernel-Version 2.0.36 dabei ist, untersttzt jetzt auch EPP, ECP und PS/2 Parallelports. 22..22.. EExxtteerrnnee SSCCSSII VVeerrssiioonn Die externe SCSI Version des Zip-Laufwerkes hat zwei DB25F Anschlsse und zwei Konfigurationsschalter. Mit einem der Schalter whlt man die SCSI-ID Adresse des Zip-Laufwerkes (nur 5 oder 6 mglich). Der andere aktiviert den eingebauten Terminator, fr den Fall, da das Zip-Laufwerk das letzte SCSI Gert ist. Der 25 Pin SCSI Anschlu ist ein Macintosh SCSI Anschlu. Ein 25 auf 50 Pin Adapter ist im Handel leicht zu bekommen. Bei der Wahl der SCSI-ID Adresse sollte man sicher sein das kein anderes Gert am SCSI-Bus diese ID Adresse besitzt. Auch sollte man darauf achten das nur das letzte physikalische Gert am SCSI-Bus die Terminierung aktiviert hat oder das ein externer Terminator angeschlossen ist. Wenn man ein internes SCSI-CD-ROM oder eine interne SCSI-Festplatte an dem gleichen SCSI-Adapter wie das externe Zip-Laufwerk angeschlossen hat, so mu man die Terminierung auf dem SCSI-Adapter deaktivieren. Jeweils das physikalisch letzte Gert am SCSI-Bus mu die Terminierung eingeschaltet haben (extern wie intern). Nhere Information zu SCSI und Linux findet man unter der SCSI HOWTO. 22..33.. ZZiipp ZZoooomm SSCCSSII--AAddaapptteerr Iomega verkauft einen SCSI-Adapter unter dem Namen Zip Zoom; dieser Adapter ist ein SCSI Adapter, der auf dem Design von Adaptecs AHA1520 basiert. Er hat einen externen DB25F Anschlu (passend zu dem Anschlu des Zip-Laufwerkes). Der Adapter wird mit dem Treiber fr den Adaptec aha152x untersttzt. 22..44.. PPlluuss VVeerrssiioonn Die Plus Version des Zip-Laufwerkes ist eine Kombination aus SCSI- und Parallel Port Version. Das Laufwerk hat ein SCSI- und ein Parallel Port Anschlu (beide DB25). Das Laufwerk whlt ber die Iomega AutoDetect Technologie den jeweiligen aktiven Anschlu aus. Die Terminierung geschieht automatisch. 22..55.. UUSSBB VVeerrssiioonn Linux untersttzt im Moment noch keine USB Gerte. Deshalb kann man die USB Version unter Linux nicht betreiben. 22..66.. IInntteerrnnee SSCCSSII VVeerrssiioonn Die interne SCSI Version hat eine Standard 50 Pin SCSI-Schnittstelle und die gleichen Schalter wie die externe SCSI Version. Auch hier gilt es das gleich wie bei der externen SCSI Version zu beachten (SCSI-ID Adresse, Terminierung). 22..77.. AATTAAPPII VVeerrssiioonn Die ATAPI Version hat eine Standard 40 Pin ATAPI-Schnittstelle und einen Jumper mit dem man die Master/Slave/Cableselect Konfiguration machen kann. An einem E-IDE-Bus drfen maximal zwei Gerte hngen. Wobei jeweils eines dieser Gerte Master bzw. Slave ist. Wenn nur ein Gert an einen E-IDE- Bus hngt, so sollte es Master sein. 22..88.. IIDDEE VVeerrssiioonn Die IDE Version des Zip-Laufwerkes gibt es schon seit einiger Zeit nicht mehr auf dem Markt zu kaufen. Der Aufbau ist gleich wie bei der ATAPI Version. Der Nachteil dieser Version ist das es wie eine IDE- Festplatte erkannt wird und deshalb kann man keine SCSI-zu-ATAPI- bersetzung machen, was bedeutet das man die mtools nicht verwenden kann. 33.. KKeerrnneellkkoonnffiigguurraattiioonn Um neue Hardware unter Linux betreiben zu knnen ist es fast immer notwendig einen neuen Kernel zu konfigurieren und kompilieren. Fr weitergehende Informationen zur Konfiguration und Kompilierung des Kernel gibt es die Linux Kernel HOWTO. Besonders hilfreich ist die Dokumentation, die mit dem Kernel mitgeliefert wird (alle Dateien sind im Verzeichnis Documentation des Kernelcodes). Der erste Schritt zu einem neuen Kernel ist die Konfiguration. Hier whlt man die Kernelkomponenten aus die man braucht. Als erstes wechselt man in das Verzeichnis /usr/src/linux. Es gibt verschiedene Wege die Konfiguration zu ndern. Unter X-Window kann man make xconfig nutzten. Im Zeileneingabemodus kann man make config oder make menuconfig benutzten. Der einfachste Weg drfte wohl xconfig sein. Damit die Konfigurationsnderungen wirksam werden mu man den Kernel kompilieren. Dies macht man am besten mit make dep clean zImage modules modules_install zlilo. Nach einem reboot sollten die Treiber geladen und das Zip-Laufwerk sollte erkannt werden. 33..11.. SSCCSSII VVeerrssiioonn ((iinntteerrnn,, eexxtteerrnn)) Um das Iomega Zip-Laufwerk in der SCSI Version unter Linux benutzten zu knnen, mu der Kernel so konfiguriert werden, da er SCSI-Laufwerke und SCSI-Adapter erkennt. Ist schon ein SCSI-Laufwerk unter Linux erkannt, so braucht der Kernel nicht mehr neu konfiguriert und kompiliert werden. Ansonsten mu man den Kernel wie folgend konfigurieren und danach kompilieren. Bei der Konfiguration mu man im Bereich SCSI-Support SCSI support = Y setzten. SCSI disk support = Y mu auch gesetzt werden. Im Bereich SCSI low-level driver mu man den angeschlossen SCSI-Adapter auswhlen, sofern dies nicht schon in der alten Konfiguration ausgewhlt wurde. Nun kann man das Konfigurationstool verlassen. Man kann alles oder Teile der SCSI-Konfiguration als Module laden. Man mu beim Booten nur auf die richtige Reihenfolge achten (scsi.o, sd.o, SCSI-Adapter-Treiber). 33..22.. ZZiipp ZZoooomm SSCCSSII--AAddaapptteerr Damit der Zip Zoom SCSI-Adapter erkannt wird mu man einen Boot-Befehl hnlich aha152x=0x340,11,7,1 bergeben oder in die /etc/lilo.conf in der append-Zeile eintragen. Der Bootbefehl bergibt dem Treiber die Portadresse und den IRQ des SCSI-Adapters. Man mu darauf achten, da die Jumper auf der Karte mit den Zahlen bereinstimmen. Auch empfiehlt sich hier die BootPrompt HOWTO zu lesen. 33..33.. PPlluuss VVeerrssiioonn Die Plus Version des Zip-Laufwerkes nutzt nicht den PPA Treiber, sondern den IMM Treiber. Die Entwicklung des Treibers ist noch im Alpha-Stadium, was man auch an der aktuellen Versionsnummer 0.18 erkennen kann. Deshalb ist die Konfiguration des Kernels auch etwas schwieriger. Man mu den Kernel wie folgt konfigurieren und kompilieren. Bei der Konfiguration mu man im Bereich SCSI-Support SCSI support = Y setzten. SCSI disk support = Y mu auch gesetzt werden. Im Bereich Loadable module support mu man Enable loadable module support = Y setzten. Im Bereich Character devices mu man Parallel printer support = M setzten. M steht hier fr Module. Man mu an dieser Stelle keinen SCSI low-level Treiber auswhlen. Diesen werden wir an spterer Stelle selber kompilieren. Damit man die neuste Version des IMM Treibers hat, sollte man diesen von http://www.torque.net/~campell/imm.tar.tar herunterladen. Mit tar xvfz imm.tar.tar kann man den Treiber entpacken (am besten im Verzeichnis /usr/src). Mit dem Befehl make kompiliert man nun den Treiber und erhlt das Modul imm.o. Diese Datei kopiert man mit cp imm.o /lib/modules/$(uname -r)/scsi in das Modulverzeichnis, auf das der Kernel zugreift. Wenn das Modul lp geladen ist (kann man mit lsmod herausfinden), so kann man das Modul mit dem Befehl rmmod lp >>entladen<<. Mit dem Befehl insmod imm wird dann das Modul imm geladen. Nun sollte alles funktionieren. Wenn das Zip-Laufwerk nicht eingeschaltet oder nicht mit dem Computer verbunden ist, so bekommt man die Meldung init_module: Device or resource busy und das Modul IMM wird nicht geladen. Wenn das Zip-Laufwerk eingeschaltet und mit dem Computer verbunden ist, aber keine Zip-Diskette im Laufwerk ist, so bekommt man die Meldung das die Partitionstabelle nicht gelesen werden kann. Dies macht aber nichts, da die Partitionstabelle automatisch gelesen wird, wenn man eine Diskette einlegt. Wenn eine Diskette im Laufwerk ist, so bekommt man einige Informationen angezeigt. 33..44.. PPaarraalllleell PPoorrtt VVeerrssiioonn Um das Iomega Zip-Laufwerk in der Parallel Port Version unter Linux benutzten zu knnen, mu der Kernel so konfiguriert werde, da er SCSI- Laufwerke und Parallel Port als Laufwerksanschlu erkennt. Bei der Konfiguration mu man im Bereich SCSI-Support SCSI-Support = Y setzten. SCSI disk support = Y mu auch gesetzt werden. Im Bereich SCSI low-level driver mu man IOMEGA Parallel Port Zip drive SCSI support = M setzten. M steht hier fr Modul, d.h. der Treiber wird erst bei Bedarf als Modul in den Speicher geladen und aktiviert. Im Bereich Character Devices mu man Parallel Printer support = Y setzten. Man mu die einzelnen Treiber an irgendeiner Stelle laden. Bei den meisten Linux-Distrubitionen mu man einfach einige Zeilen an den Startskripten ndern. Wenn man automatisches Laden von Kernelmodulen aktiviert (in der Kernelkonfiguration) hat, dann sollte alles von alleine gehen. 33..55.. AATTAAPPII uunndd IIDDEE VVeerrssiioonn Um das Iomega Zip-Laufwerk in der ATAPI bzw. IDE Version unter Linux benutzten zu knnen, mu der Kernel so konfiguriert werden, da er ATAPI- bzw. IDE-Laufwerke erkennt. Bei der Konfiguration mu man im Bereich Floppy, IDE, and other block devices Enhanced IDE/MFM/RLL disk/cdrom/tape/floppy support = Y setzten. Include IDE/ATAPI FLOPPY support = Y mu auch gesetzt werden. 44.. BBeennuuttzzuunngg ddeess ZZiipp--LLaauuffwweerrkkeess Nachdem der Kernel mit den notwendigen Treiber ausgestattet ist sollte der Kernel beim Booten die Laufwerk und ggf. den Adapter erkennen. Bei der folgenden Diskussion gehe ich davon aus das man die Module geladen hat oder das die Modules automatisch geladen werden. In den meisten Bereichen verhalten sich die Parallel Port- und SCSI Version gleich. Die Parallel Port Version ist aber etwas langsamer. 44..11.. IIddeennttiiffiizziieerruunngg ddeess LLaauuffwweerrkkeess bbeeiimm BBooootteenn Beim Booten von Linux wird eine Vielzahl von Informationen ausgegeben, bspw. ber den Adapter, das Laufwerk und die Diskette in Laufwerk. Wenn man beim Booten keine Diskette im Laufwerk hat werden einige Informationen nicht angezeigt. Wo und welche Informationen angezeigt werden hngt davon ab wie man sein System konfiguriert hat. Normalerweise werden die Informationen auf der System-Konsole angezeigt. Einige Informationen werden in /var/log/messages abgespeichert. Die Kernelmeldungen kann man mit dem Befehl dmesg anzeigen. Hier ein paar Beispiel was ein Kernel beim Booten anzeigt: 44..11..11.. PPaarraalllleell PPoorrtt VVeerrssiioonn // SSCCSSII VVeerrssiioonn:: ppa: Version 1.28s Probing port 03bc Probing port 0378 SPP port present EPP test failed on Read/Write ppa: 0x0378 SPP Probing port 0278 scsi4 : Iomega parport ZIP drive scsi : 1 host. Vendor: IOMEGA Model: ZIP 100 Rev: D.08 Type: Direct-Access ANSI SCSI revision: 02 Detected scsi removable disk sda at scsi5, channel 0, id 6, lun 0 SCSI device sda: hdwr sector= 512 bytes. Sectors= 196608 [96 MB] [0.1 GB] sda: Write Protect is off sda: sda1 Die erste Zeile zeigt Informationen ber die Initialisierung des Low- Level Treibers fr den SCSI Adapter, in diesem Fall der PPA Treiber. Die zwei folgenden Zeilen zeigen das nach dem Zip-Laufwerk gesucht wird, bzw. nach dem Parallel-Port an dem das Zip-Laufwerk angeschlossen ist. Es folgt eine Liste mit allen SCSI Gerten, die auf dem SCSI Bus gefunden wurden. Zeile 12 gibt Information ber den Gertenamen, der diesem SCSI Gert zugewiesen wurde, in diesem Fall /dev/sda. Jetzt werden noch alle Partitionen des Gerts (Zip-Diskette) angezeigt (hier nur /dev/sda1). 44..11..22.. AATTAAPPII VVeerrssiioonn:: hdc: IOMEGA ZIP 100 ATAPI, ATAPI FLOPPY drive Partition check: hdc: 98304kB, 196608 blocks, 512 sector size hdc: 98304kB, 96/64/32 CHS, 4096 kBps, 512 sector size, 2941 rpm hdc: hdc4 Die erste Zeile zeigt, da das Zip-Laufwerk an hdc hngt (Primary-IDE- Bus, Master). Jetzt werden noch alle Partitionen des Gerts (Zip- Diskette) angezeigt (hier nur /dev/hdc4). Wenn man eine neue Zip-Diskette direkt von Iomega verwendet zeigt der Partition check immer /dev/xxx4. Die Kernelausgaben knnen Hinweise darauf geben ob etwas falsch konfiguriert wurde, deshalb lohnt es sich immer diese genau anzuschauen. 44..22.. FFddiisskk,, mmkkee22ffss,, mmoouunntt,, aauuttoommoouunntt,, SSaammbbaa,, eejjeecctt uussww.. Nachdem das Zip-Laufwerk vom Kernel erkannt und die Treiber geladen wurden, kann man mit den normalen Linux Laufwerksbefehlen Daten bearbeiten. Mit fdisk kann man die Partitionstabelle verndern. Mit dem Befehl mke2fs kann man die Zip-Diskette mit dem ext2-Dateisystem formatieren. Der Befehl mount hngt eine formatierte Partition (der Zip-Diskette) in die Verzeichnisstruktur ein, mit automount kann das automatisiert werden. Mit Samba kann das ZIP-Laufwerk z.B. fr eine Arbeitsgruppe freigegeben werden. eject eignet sich dazu, ZIP-Medien mit einem Shell-Befehl auswerfen zu lassen. Am besten man studiert sehr genau die man-Pages zu den einzelnen Programmen. Da teilweise die Parameter von Version zu Version unterschiedliche Belegungen haben sollte, man sehr vorsichtig die einzelnen Programme handhaben. Es besteht die Gefahr eines Datenverlusts, der nicht mehr rckgngig gemacht werden knnte. Die Tools im Einzelnen: 44..22..11.. EEiinnee DDOOSS ffoorrmmaattiieerrttee ZZiipp--DDiisskkeettttee:: Wenn man eine Zip-Diskette mit einer DOS Dateistruktur hat, die von Iomega erstellt wurde, so ergibt ein Partitionscan das die Diskette eine Partition hat (/dev/xxx4). Man mu ein Verzeichnis anlegen in das die Partition eingehngt werden soll (nehmen wir /mnt/zip). Das Verzeichnis erstellt man mit dem Befehl: mkdir /mnt/zip Nun mu man die Partition der Zip-Diskette auch in das Verzeichnis hngen: mount -t vfat /dev/hdc4 /mnt/zip Man kann auch msdos anstatt vfat verwenden. Vfat kann im Gegensatz zu msdos mit langen Dateinamen umgehen. Damit die Dateisystem auch ver- wendet werden knnen mssen sie im Kernel als Modul oder fest einkom- piliert sein. Whrend die Diskette >>gemountet<< ist kann man sie nicht mit Druck auf den Auswurfsknopf aus dem Zip-Laufwerk herausholen. Wenn man mit der Arbeit an der Zip-Diskette fertig ist mu man sie >>unmounten<< damit sie sich aus dem Laufwerk holen lt. Dies geschieht mit folgendem Befehl: umount /mnt/zip 44..22..22.. ZZiipp--DDiisskkeettttee mmiitt eexxtt22 ffoorrmmaattiieerreenn:: Wenn man die Daten auf einer Zip-Diskette lschen und ein ext2fs- Dateisystem anlegen mchte mu man folgende Programme aufrufen: fdisk /dev/hdc Mit d lscht man eine bestehende Partition. Mit dem Befehl n erzeugt man eine neue Partition. Der ersten Partition kann man die Nummer 1 geben. Mit w schreibt man dann die Partitionstabelle auf die Diskette. Und mit q beendet man dann fdisk. Mit dem Befehl mke2fs /dev/hdc1 formatiert man dann die Partition. Mit dem Befehl mount -t ext2 /dev/hdc1 /mnt/zip wird dann die Zip-Diskette mit dem ext2-Dateisystems in das Verzeich- nis /mnt/zip gehngt. 44..22..33.. aauuttoommoouunntt Das Mounten und Unmounten von ZIP-Medien wird schnell eine lstige bung, insbesondere dann, wenn es sich um ein freigegebenes Laufwerk in einem (Arbeitsgruppen-) Server handelt. Abhilfe schafft hier der Einsatz eines Automount-Daemons. Dieser Abschnitt geht davon aus, da das Paket autofs installiert ist. Dies drfte in allen aktuellen Distributionen der Fall sein. Es existiert ein Verzeichnis /misc. In der Konfigurations-Datei /etc/auto.master steht der Eintrag: /misc /etc/auto.misc --timeout=60 Der Eintrag bedeutet einen Verweis auf eine weitere Konfigurations- Datei namens /etc/auto.misc. In diese Datei wird folgende Zeile einge- fgt: zip -fstype=vfat,rw,users,umask=0 :/dev/xxx4 Damit wird ein Alias namens "zip" fr das Laufwerk definiert. Weiterhin wird der Typ des Dateisystems und der Schreib-/Lesezugriff festgelegt. Auerdem haben alle Benutzer Zugriff auf das jeweils gemountete Wech- selmedium und alle darauf gespeicherten Dateien, unabhngig davon, von wem das Medium gemountet wurde. In der Praxis funktioniert das Automounten so: bei einem Zugriff auf /misc/zip (ein Verzeichnis, das eigentlich nicht existiert) wird der Mount-Point angelegt und das im ZIP-Laufwerk befindliche Medium daran gemountet. Das Medium bleibt (in dieser Konfiguration) eine Minute (60 Sekunden) nach dem letzten Zugriff gemountet. Danach wird es automatisch wieder geunmountet und kann aus dem Laufwerk entnommen werden. Um diese Zeit zu ndern, verndere man den Timeout in der Datei /etc/auto.master. Es ist kein Problem, den Timeout deutlich niedriger anzusetzen (auf 10 Sekunden beispielsweise), da nach dem Unmounten das Medium im Laufwerk bleibt und durch den Automount-Daemon bei Bedarf schnell wieder gemountet wird, ohne da man die Verzgerung dadurch bemerkt. Der Timeout sollte nicht hher als eine Minute eingestellt werden, da man sonst zu lange auf den Auswurf des Wechselmediums warten mte. 44..22..44.. SSaammbbaa--FFrreeiiggaabbee Fr eine Samba-Freigabe gibt man nun das Verzeichnis /misc/zip frei. Hier ein Beispieleintrag fr die Samba-Konfigurations-Datei: [zip] comment = ZIP-Laufwerk path = /misc/zip public = yes writable = yes printable = no Der Ablauf in der Praxis: man lege ein Medium in das Laufwerk ein und greife von einem entfernten Rechner auf die Freigabe "zip" zu. Samba versucht, von /misc/zip zu lesen, Automount reagiert und mountet das Medium. Nach Ablauf des Timeouts kann das Medium entnommen werden, ein Zugriff auf die Konsole oder per Telnet ist unntig. 44..22..55.. eejjeecctt Fr alle, die Angst haben, da sich der Auswurfknopf des ZIP-Laufwerkes abnutzen knnte, gibt es ein ntzliches Tool: eject. Dazu lege man in /dev einen symbolischen Link auf das ZIP-Laufwerk an, z.B. mit: ln -s /dev/hdc4 /dev/zip Mit eject zip wird das Wechselmedium ausgeworfen, falls es gemountet war, wird es vorher geunmountet. 44..33.. ZZiippTTooooll Zip-Disketten kann man auch mit einem Schreibschutz versehen. Dieser Schreibschutz wird ber Software gesteuert. Unter Linux gibt es auch ein Programm, das dieses Funktion bietet. Man kann das Programm bei http://www.cnct.com/~bwillmot herunterladen. 44..44.. PPeerrffoorrmmaannccee Die unterschiedlichen Schnittstellen der Zip-Laufwerke haben groen Einflu auf die Geschwindigkeit der Laufwerkes. So ist natrlich eine ATAPI-Version einer Parallel-Port Version (mit einem alten PPA- Treiber) in Sachen Geschwindigkeit bei weitem berlegen. Mit einem neueren PPA-Treiber ist der Unterschied schon nicht mehr so gro. Deshalb sollte man immer die neuste Version der Treiber verwenden. Generell lt sich sagen, da Transferraten von ca. 1,4 MB/s - 700 kB/s realistisch sind. 55.. FFAAQQ ((FFrreeqquueennttllyy aasskkeedd qquueessttiioonnss)) WWiirrdd EEPPPP//EECCPP iimm PPPPAA uunntteerrssttttzztt?? Ab der Version 1.41 ist die EPP Untersttzung implementiert. KKaannnn mmaann LLiinnuuxx vvoomm ZZiipp--LLaauuffwweerrkk bbooootteenn?? Hierbei kommt es darauf welchen Schnittstelle das Zip-Laufwerk bentzt. Wenn man einen SCSI-Adapter mit eigenem BIOS verwendet, bei dem man das Booten von SCSI-ID 5 oder 6 einstellen kann, so ist es mit der SCSI-Version mglich. Wenn man ein Motherboard-BIOS hat das booten von einem ATAPI-Zip-Laufwerk ermglicht ist auch dies mglich. Booten von Zip-Laufwerken ber den Parallel-Port ist nicht mglich. WWaarruumm vveerrwweennddeett IIoommeeggaa ddiiee PPaarrttiittiioonnssnnuummmmeerr 44?? Dies ist eine sehr beliebte Frage. Aber eigentlich gibt es dafr keine logische Erklrung. WWiiee kkaannnn ddiiee ZZiipp--DDiisskkeettttee bbeeiimm BBooootteenn >>>>ggeemmoouunntteett<<<< wweerrddeenn?? Man mu eine Zeile in der Datei /etc/fstab eintragen. Verwendet man immer Disketten mit einem DOS Dateisystem, so mu die Zeile folgendermaen aussehen: /dev/hdc4 /mnt/zip vfat defaults 0 0 Einige Linux-Distributionen lassen fsck ber alle Partitionen laufen die in der Datei /etc/fstab stehen. Dies kann zu Problemen fhren wenn keine Diskette im Laufwerk ist. Hier mu man ggf. die Startskripte von Hand anpassen. 66.. WWeeiitteerree IInnffoorrmmaattiioonnssqquueelllleenn Installieren von Linux ber ein Zip-Laufwerk +o http://metalab.unc.edu/mdw/HOWTO/mini/Install-From-ZIP.html Informationen ber Lilo +o http://metalab.unc.edu/mdw/HOWTO/mini/LILO.html +o http://www.tu-harburg.de/~semb2204/dlhp/HOWTO/DE-LILO-HOWTO.html Informationen ber BootPrompts +o http://metalab.unc.edu/mdw/HOWTO/BootPrompt-HOWTO.html +o http://www.tu-harburg.de/~semb2204/dlhp/HOWTO/DE-BootPrompt- HOWTO.html Installation von Linux auf ein Zip-Laufwerk und der Betreib von Linux von einem Zip-Laufwerk +o http://metalab.unc.edu/mdw/HOWTO/ZIP-Install.html Linux Kernel HOWTO +o http://metalab.unc.edu/mdw/HOWTO/Kernel-HOWTO.html +o http://www.tu-harburg.de/~semb2204/dlhp/HOWTO/DE-Kernel-HOWTO.html Iomega Homepage +o http://www.iomega.com/ +o http://www.iomega.de/